Gestatten?
Jascha Holschuh,

Gestalttherapeut i.A., Sexological Bodyworker, Tantriker, Berührungskünstler,
Ayurveda Gesundheitsberater, Yogalehrer und Diplom-Biochemiker


Über mich in aller Kürze

Ich bin einen langen Weg gegangen aus dem dunklen Sumpf in ein helleres erfüllteres Leben. Was ich unterwegs gelernt habe, möchte ich gerne weitergeben. Außerdem liegt mir viel an der Heilung der Sexualität in der Welt - letztlich um damit zum Frieden zwischen den Geschlechtern beizutragen.

Qualifikation


Vita

Geboren in eine ganz normale sex-negative Familie, in der kaum über Gefühle gesprochen wurde und Konflikte lieber schwelen gelassen wurden anstatt sie zu thematisieren, quälte ich mich mit Depressionen, Suizidgedanken, Leistungsstress, Autoaggression und Ruhelosigkeit durch die erste Hälfte meines Lebens.

Das Erwachen begann langsam als ich mit 21 Jahren durch Lateinamerika und Indien reiste, und realisierte, dass man alles auch anders machen kann als zu Hause. Kurz danach fiel mir das erste Buch über Tantra in die Hände, Margot Anand's Standardwerk “Tantra oder die Kunst der sexuellen Ekstase”. Damit war zwar ein Grundstein gelegte, jedoch irrte ich noch viele Jahre durch diese Gesellschaft, in der Berührung mir generell unerwünscht schien, Sexualität unter Verschluss gehalten wurde und ich nicht wusste, wohin mit der vielen Liebe in mir.

Nach und nach fand ich vor allem im Yoga und Pranayama und Massage-Seminaren Zuflucht. Mehr und mehr entdeckte ich Welten, in denen niemand so tat als wolle er*sie keinen Körperkontakt und ich begann mich nicht mehr so sehr als Alien zu fühlen. Hier etwa begann eine Stimme in meinem Hinterkopf zu sagen, ich solle Sexualtherapeut werden. Und zwar mit einem somatischen Ansatz - vor allem über den Körper arbeitend und dann psychologisch geschult sein, um hochkommende Themen begleiten zu können. Ein wesentlicher Meilenstein war nach ayurvedischer und Thai Yoga Massage die Tantra-Massage-Ausbildung, in der dann sogar der Umgang mit erotischer Energie als wünschenswert angesehen wurde. Etwa zu dieser Zeit hörten meine Depressionen auf.

Es folgten noch ein paar Jahre Psychotherapie und Selbsterfahrung mit der Polyamorie und die Ausbildung zum Sexological Bodyworker. Während dieser legte ich viel Scham ab und bekam erste Eindrücke, was ein echter Kontakt ist. Es begann hier der bewusste Tanz mit dem psychologischen Schatten. Meine Entwicklung ging in eine exponentielle Phase über. Und mein autodidaktisches Studium der Psyche ließ mich nach und nach verstehen, warum die Welt so ist, wie sie ist - und dass es gar nicht viel braucht, um sie wesentlich angenehmer zu erleben. Dabei spielt das Herz eine große Rolle.

The Way of the Heart

Vor kurzem erst erkannte ich, dass der Weg, den ich gegangen bin und weiter gehen werde anscheint der viel besungene Weg des Herzens ist. Darunter verstehe ich keine alles-gut alles-Liebe alles-bunt heitidei larifari Hippie-Philosophie, sondern eine besondere Form der psychologischen Heilung.

Diese geht davon aus, dass wir alle sehr viele Neurosen und Traumata in uns tragen, die uns fast ständig beeinflussen und so quasi automatisch handeln lassen. Wir rekonstruieren so immer wieder unangenehme Situationen, machen kaputt, was wir mögen, stehen uns selbst im Weg, lenken uns von dem ab, was wir eigentlich wollen oder sind die ganze Zeit erschöpft, abwesend oder überfordert.

Die Quelle dieser Neurosen und Traumata liegt in der Kindheit. Da kaum ein Elternteil gelernt hatte, mit den eigenen Emotionen gut umzugehen, konnten sie auch mit den Emotionen der Kinder nicht gut umgehen. Dadurch wurde viel Fühlen und Rauslassen unterdrückt und für die Kinder lebensbedrohlich erscheinende Situationen kreiert. Diese Erfahrungen haften uns dann ein Leben lang an, schwingen in unserem Nervensystem weiter und lauern im unbewussten Teil unserer Psyche - bis sie endlich ein mal durchgefühlt wurden.

An dieser Stelle kommt das Herz ins Spiel. Es ist nämlich so, dass wir in unserer mitteleuropäischen Gesellschaft irgendwann die Übereinkunft getroffen haben, alles mit dem Geist zu machen - alles - auch das Fühlen. Und das funktioniert nicht so ganz. Da der Geist ein Schutzwerkzeug ist, beschützt er uns auch davor, gewisse Dinge zu fühlen - eben solche, die besondern bedrohlich oder schmerzhaft sind. Er flüchtet dann stattdessen kraft seiner sprunghaften Natur in ängstliche Gedanken, wütende Ablehnung oder vermeidende Ablenkung. Und so verbringen wir unser Leben, immer mit der Zukunft oder der Vergangenheit beschäftigt, immer halbdissoziiert in Gedanken und Vorstellungen und ganz ganz selten nur voll präsent im Hier und Jetzt. Um das zu beenden braucht es eine Entscheidung - vor allem den Schmerz fühlen zu wollen. Dann ist es möglich, Bewusstheit in den gegenwärtigen Moment zu bringen und Schicht für Schicht die dunklen Wolken aus schützenden Mustern um das Herz herum abzuschälen und so wieder ins echte Spüren zu gelangen - und zu echter Liebe. Es beginnt der Tanz mit dem eigenen Schatten.

Der Schatten ist der Teil der unbewussten Psyche, in den wir alles abgeschoben haben, was wir nicht sein und nicht fühlen wollen. Sei es, weil wir so nicht sein durften, oder selbst nicht so sein wollen oder Angst davor haben. Es gilt all dies ans Licht zu bringen, sich bewusst zu machen, anzunehmen, durchzufühlen und loszulassen. Dafür ist es nötig sich gezielt in Abenteuer zu begeben, auch wenn absehbar ist, dass dabei unangenehme Gefühle hochkommen werden. Es gilt die Komfortzone zu verlassen, um verborgenen Anteilen deines Selbst zu begegnen. Diese Strategie nenne ich Schattentanz. Es ist wichtig dabei Begleitung zu haben oder einen wachen inneren Beobachter, sowie eine gewisse Distanz zu den eigenen Gefühlen. Es gibt für all das Methoden, um es zu lernen und zu stärken.

Das finale Ziel dessen ist ein ekstatisches Lebensgefühl - frei von Ängsten, Zweifeln und Überforderung im Kontakt mit anderen Menschen und dabei in dir selbst ruhend; im Bewusstsein, was du alles kannst und bist und wie sehr du geliebt wirst und wie sehr du mit deiner Liebe überall willkommen bist; so verbunden, dass du dich nie einsam fühlst und mit Leichtigkeit gesund ernährst; so voller Selbstliebe, dass du niemandem argwöhnisch oder eifersüchtig sein brauchst; voller Genuss in jedem gegenwärtigen Moment präsent; so selbstsicher, dass du mit Leichtigkeit und Erfüllung dein Geld verdienst; und so glücklich, dass du keine Konsumgüter brauchst, um dich abzulenken.

Der Weg ist weit. Jeder Schritt lohnt sich.
Und es ist nie zu spät, um anzufangen!
*Lass uns loslegen*